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Singen hält fit und gesund, das ist inzwischen weithin bekannt, aber warum ist das so? Ansichten eines Chormitgliedes.
Von Annette Linhardt

Bei uns im Evangelischen Kirchenchor Niederhöchstadt/Steinbach läuft eine Chorprobe immer gleich ab: Es beginnt mit einer Einsingphase, die gut zwanzig Minuten in Anspruch nimmt. Wir konzentrieren uns auf unseren Atem, klatschen im Rhythmus, produzieren abwegige Geräusche, küssen in die Luft, schneiden Grimassen, murmeln, blöken, schnarren und lachen (jawohl, Lachen gehört auch zu den Stimmübungen). Dann werden die Tiefe und die Höhe der Stimme ausgesungen. Erst jetzt, nach dem Aufwärmprogramm, beginnt das Üben der Stücke mit den einzelnen Stimmgruppen. Wenn Bass, Tenor, Alt und Sopran sicher sind, werden die einzelnen Parts zum Ganzen zusammengefügt - immer der spannendste Teil des Abends. Dabei gibt es begleitend vom Chorleiter viele Informationen zu Melodik, Dynamik, Klangfärbung und Aussprache. Eine Probe ist intensiv und hochkonzentriert; es wird etwas geleistet. Aber ich erinnere mich an keine einzige, während der wir nicht auch schallend gelacht hätten.
Der Wert des Chorsingens ist, denke ich, das Erschaffen einer Harmonie, einer klanglichen, aber auch einer zwischenmenschlichen; man tut etwas gemeinsam, und es entsteht etwas, das größer und schöner ist als alles, was man alleine zuwege gebracht hätte. Ein Chor ist kein Selbstverwirklichungstrip! Man lernt, auf die anderen zu hören. Anstatt an der eigenen Stärke, Ausdauer oder Schnelligkeit zu feilen, lässt man sich auf die Gemeinschaft ein. Am besten klingt es, wenn nicht jeder laut vor sich hin schmettert, sondern wenn man die anderen Stimmen durch seine eigene hindurch hören kann.
Gleichzeitig fühlt man sich nach der Chorprobe, als hätte man Sport gemacht und sich intensiv selbst erfahren - und genau so ist es auch.
Man lernt Atmen. Geradestehen. Rhythmus. Taktgefühl. Und Singen, leise und laut, piano und forte, zart und hart, lyrisch und machtvoll, und alles dazwischen. Dieses gemeinsame Kreativsein tut gut, man nimmt es mit nach Hause und geht schwungvoll und mit Melodien im Kopf in die Nacht. Es ist das zufriedenste Einschlafen der Woche.
Was muss man "mitbringen", wenn man bei uns mitmachen möchte?
Natürlich sich selbst und Offenheit und Neugier, nicht viel mehr. Kaum jemand kommt als perfekter Sänger in den Chor, kaum einer der Mitglieder würde sich je als solcher bezeichnen. Manche können Noten lesen, andere nicht. Vorsingen muss niemand! Wir sind alle mehr oder weniger Laien. Dass der Gesamtklang des Chores trotzdem so beeindruckend ist, hat mit der Dynamik des Probenprozesses zu tun - und steht und fällt mit einem kompetenten Chorleiter! Unserer, Clemens R. Schäfer (www.clemensschaefer.de), ist Profimusiker: Er hat Gitarre und Komposition studiert, leitet verschiedenste Chöre im Rhein-Main-Gebiet, hat mit seinen Pop-Jazz-Chören diverse Preise gewonnen, das Beste aber kommt jetzt:
Viele Stücke, die wir singen, komponiert er selbst. Wir sind also sein Premierenchor, erschaffen mit ihm etwas Neues und kommen in den Genuss seiner völligen Hingabe ans eigene Werk. Doch Clemens ist chronisch hingegeben, ob an seine eigenen Kompositionen oder an die von Bach oder Brahms oder Rheinberger oder was es auch sei, das wir gerade proben. Er ist wie ein guter Trainer mit Können, Taktik und vielen eigenen Ideen, er schimpft uns und er lobt uns, und er holt Musik aus uns heraus, die wir uns selbst nie zugetraut hätten. Aus all diesen Gründen ist er uns lieb und teuer.
Zum Schluss: Singt ein Kirchenchor nur religiöse Lieder? Und muss man, um hier mitzusingen, evangelisch sein? Nein, muss man nicht. Und als Kirchenchor gestalten wir vornehmlich Gottesdienste und singen dort natürlich vorwiegend spirituelle Stücke und Songs, aber gleichzeitig zählen zu unserem Repertoire z.B. romantische weltliche Lieder oder freche Zwanziger-Jahre-Schlager. Im Rahmen halbjähriger Projekte bereiten wir ein Programm von Geistlicher Klassik über Gospel bis zu modernen Rhythmen wie Pop, Swing, Reggae oder Bossanova vor. Doch gleich, um welche Stilrichtung es sich handelt, die intensive Arbeit des Einstudierens ist jedesmal eine wertvolle Erfahrung.
Da wir aus zwei Gemeinden kommen, der Niederhöchstädter Andreasgemeinde und der Steinbacher St. Georgsgemeinde, finden die Probenabende auch an zwei Orten statt: von Januar bis Juli im Gemeindezentrum Steinbach, Untergasse 29, von August bis Dezember im Gottesdienstraum der Andreaskirche in Niederhöchstadt, Langer Weg 2. Wir treffen uns jeden Dienstagabend von 20.00 bis 21.30 Uhr, einmal im Monat findet nach der Probe ein Umtrunk mit Wein, Saft und Wasser statt.

Haben Sie Lust auf Singen? Vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang? Einfach herkommen! Informationen zum nächsten Projekt finden Sie

Kontaktadresse für Niederhöchstadt:

Henriette Schmid
Wacholderweg 8
65760 Eschborn
Tel.: (06173) 63333

Kontaktadresse für Steinbach (Ts.):

Gisela Gröger
Birkenweg 32
61449 Steinbach (Ts.)
Tel./Fax.: (06171) 79567

 

 

 

Stand 08/2015

 

 

 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Evangelische Kirche in Hessen und Nassau


Ev. Andreas-Kirchengemeinde Niederhöchstadt


Ev. St.Georgsgemeinde Steinbach

Dekanatsmusiker Axel Braun, Kronberg

Dekanatsmusikerin Karin Giel, Bad Homburg


Stadt Eschborn


Stadt Steinbach